Kriminalität

Wie man Mörder fängt

Wie man Mörder fängt

 

In Zell am See wurde ein Mädchen erschossen. Die „Krone“ schreibt „eiskalt hingerichtet“. Blöd geschrieben, aber auch schon egal bei dem, was die „Krone“ sonst zusammenschreibt.

Aber jetzt – in unserer modernen Zeit – fängt man solche Unholde ganz leicht. Und zwar, weil die genialen Sicherheitspolitiker in der EU und auch bei uns was erfunden haben: das ZWR. Dieses europaweite und man staune sogar schon „elektronische“ Register wurde bei uns 2012 eingeführt und da werden alle Schußwaffen digital erfaßt. Na gut, eine Lücke gibt es noch, nämlich die Schrotgewehre, aber das wird jetzt entschlossen zugemacht.

Also: Wenn einer einen oder eine erschießt, ist die Waffe garantiert in diesem ZWR eingetragen, anders geht es ja nicht und, da es sich ja bei dieser speziellen Mordwaffe sicher um eine Kurzwaffe gehandelt hat, mußte der Mörder ja außerdem einen Psychotest und einen Waffenführerschein gemacht haben, sonst hätte er sich ja den Puffer gar nicht kaufen dürfen.

Also bitte, liebe Kriminalisten! Laßt die Spürhunde zu Hause, verzichtet auf komplizierte Spurensicherung, erspart Euch die Arbeit. Lest im ZWR nach, wer die Waffe registriert hat, wo sie verwahrt wird und schon hat man den Mörder! Leichter geht es wirklich nicht!

P.S.: Das ganze ist natürlich ein böser Witz von mir. Allerdings ein teurer Witz, der Millionen gekostet hat und immer noch kostet und weitere Millionen kosten wird, weil es ja schon wieder eine neue völlig vertrottelte EU-Richtlinie gibt, die von unseren ebenso vertrottelten Politikern gerade wieder brav umgesetzt wird. Mörder wird man damit keine fangen, Terroristen schon gar nicht. Aber dafür ist das ja nicht gemacht. Man will ja nur brave, rechtstreue Bürger schikanieren, eine schöne Bürokratie aufbauen und im Gang halten.

Man merke: Mörder registrieren nicht und Terroristen schon gar nicht. Es kann aber sein, das wir alle tot sind bis sich das herumgesprochen hat.