Sicherheit

Ein Denkmal der Schande in Drasenhofen

Ein Denkmal der Schande in Drasenhofen

 

Da hatte die Landeshauptmännin durchaus recht: So geht man nicht um mit armen traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen, die auf dem Weg in das sichere Niederösterreich eine wahrhafte Hölle durchmachen mußten, bis sie in einem halbwegs sicheren Heim untergekommen sind.

Aber wie hat es dort ausgesehen? Abgewohnt von den bisher dort untergebrachten Grenzpolzisten. Grausliche Laminatböden, fehlende Unterschränke, verschmutzte Häuseln, die nicht einmal korankonform in die Mekka abgewandte Richtung ausgerichtet gewesen sind. Frage: wie kann man dort religionskonform scheißen? Alles also furchtbar und menschenverachtend, von der religionsverhöhnenden, eben zuletzt geschilderten Tatsache einmal abgesehen.

Sogar Verfassungsexperten haben diese Zustände im ORF pflichtgemäß und öffentlich gegeißelt. Was braucht man mehr?

Aber die Politik hat gleich gehandelt. Gott sei Dank! Die armen schutzsuchenden Hascherln wurden gleich wo anders untergebracht, so daß die zum Häuselputzen von der ländlichen Hauptmännin bereits eingeteilten und vom ehemaligen Landeshauptmann Pröll verantwortungsvoll durchgetesteten Weinköniginnen der vergangenen Jahre zu Hause bleiben konnten.

Aber das Denkmal der Schande bleibt stehen und der Stacheldraht hängt immer noch dort. Das darf natürlich nicht sein. Und so hat die Frau Landeshauptfrau verfügt, daß der an die KZs gemahnende Stacheldraht unverzüglich entfernt werden muß. Eine eilends eingerichtete Kommission hervorragender Menschenrechtsexperten und -innen hat nun darüber beraten, was mit dem nun entfernten und übrig gebliebenen Stacheldraht (zehn Meter lang, weil ja nur an der Vorderfront des Schandhauses angebracht) geschehen möge.

Das Ergebnis steht nun fest. Nach einem nur ein paar Wochen dauerndem Entscheidungsfindungsprozeß wurde beschlossen, daß der nun frei verfügbare Stacheldraht alleinerziehenden Müttern mit minderjährigen Töchtern zu Verfügung gestellt werden möge. Damit könnte man die vorhandenen Kinder- und Mädchenzimmer afghanensicher ausstatten, was zu einem weiteren Rückgang der bisher sich ohnehin ständig reduzierenden Kriminalitätsrate führen wird.

So macht man Sicherheit! Hoch Mikl-Leitner!