Waffenrecht International

Amokläufe in den USA und bei uns

Amokläufe in den USA und bei uns

 

Das Geschrei war groß. Vor allem junge Mädchen, mehr Kinder, haben recht lautstark geschrieen und strengere Waffengesetze verlangt. Nicht der Täter ist schuld, das Werkzeug ist es. Das erinnert daran, wie kleine Kinder reagieren, wenn sie sich das Schienbein an einem Sessel gestoßen haben. „Du böser Sessel!“ und es gibt vielleicht für den Sessel – der sicher nichts dafür kann – einen kräftigen Tritt. Das beruhigt und so soll es auch sein. Abreagieren nennt man das und es hilft – wenn man eben ein Kind ist.

Wenn man älter wird, gibt sich das und man gewinnt die Fähigkeit, nachzudenken. Nachzudenken darüber, wie man solche Vorfälle in Zukunft verhindert. Also vielleicht besser auf sein Schienbein aufzupassen.

Die Kinder, die in Florida herumschreien, haben außerdem viel Ähnlichkeit mit unseren Journalisten, die ja auch meistens geistig in der Kleinkindphase steckengeblieben sind. Das Werkzeug ist schuld und wer die Medien konsumiert, weiß, daß es immer so verläuft. In den USA und auch bei uns.

Trump hat gemeint, man solle die Lehrer bewaffnen, die könnten so einen Amokläufer neutralisieren. Logisch. Die Empörung über diesen Vorschlag ist aber bei uns noch gar nicht angekommen, weil die Journalisten das noch gar nicht so richtig begriffen haben und was logisches begreift ohnehin keiner. Ob das dann überhaupt diskutiert werden wird, wage ich nicht zu prophezeien. Wahrscheinlich eher nicht.

 

P.S.: Als ich noch Lehrer gewesen bin, war ich sehr häufig im Unterricht bewaffnet. Nicht aus Angst vor Amokläufen – einfach so. Meine Schüler haben das sehr geschätzt und viele von ihnen haben sich später dann auch der Jagd und dem Schießsport gewidmet. Einer von ihnen hat jetzt ein sehr bedeutendes Waffengeschäft. Was heute passieren würde, käme ich bewaffnet in die Klasse, möchte ich lieber nicht wissen.