Afrikanisches

Neger allein genügt nicht

Neger allein genügt nicht

 

Das ist ein alter jüdischer Witz, der mich darauf gebracht hat. Also, damit ich nicht vergeß‘ Ihnen zu erzählen:

In einer vergangenen Zeit, als man die dunklen Mitmenschen noch nicht so geschätzt hat, wie man sie schätzen sollte, sitzt ein solcher, ein Neger also, in einer New Yorker U-Bahn und liest eine israelische Zeitung. Klopft ihm ein alter Jude auf die Schulter und fragt:

„Sagen Sie, Neger allein genügt Ihnen nicht?“

Aber warum ich gerade jetzt daran denke, ist der Tod des leider erst so spät verstorbenen Robert Mugabe. Nachruf mache ich ihm keinen, ich kannte ihn persönlich ja nicht. Ich kannte nur sein Land, das er konsequent und gezielt ruiniert hat, von den vielen Toten auf seinem Gewissen, das er gar nicht hatte, nicht zu reden.

Neger allein hat dem Mugabe nicht genügt. Er war noch Kommunist dazu. Eine Kombination, wie sie schlimmer nicht sein kann. Sein Land hat das gebüßt und ganz Afrika büßt das, weil sich das „Negersein“ sehr oft mit dem Kommunismus verbündet. Das können wir alles nicht reparieren, der Papst auch nicht, der soeben nach Mosambik gereist ist und dort milde Worte gespendet hat. Mit guten Worten richtet man in Afrika nichts aus und mit Geld schon gar nicht. Mugabe hat uns das vorgeführt. Wir haben es nicht begriffen und wir werden es nie begreifen.