Militär

Gewalt.ig – gut gemeint, wird aber nicht funktionieren

Gewalt.ig – gut gemeint, wird aber nicht funktionieren

 

Ein Schlagwort allein reicht nicht. Und ohne Gewalt – das heißt Gegengewalt - geht es einfach nicht. Das sollte man sich endlich eingestehen.

Da wurde in Innsbruck – ausgerechnet – eine Initiative gegründet. Mit dabei das Militär und die Polizei, außerdem ein Schüppel sogenannter Experten. Sogar Fußballer sind dabei. Der griffige Titel „Gewalt.ig“ soll zeigen, wohin die Reise geht. Also – so verkünden es die Initiatoren:

„Nicht weg- sondern hinschauen, tätig werden. Die Leute in Diskussionen verstricken und klarmachen so kann es nicht gehen. Es gehört Sensibilität hervorgerufen und ich denke, das geht nur mit Kommunikation.“ So Gerhard Stocker, einer der Häuptlinge der Bewegung.

Es ist ein Jammer. Das hat noch nie funktioniert. Gerade in Innsbruck nicht, wo gerade dieser Tage ein völlig Unbeteiligter brutal abgestochen worden ist. Nicht wegschauen hat nichts gebracht und zum Hinschauen war es zu spät, für eine Diskussion übrigens auch.

Man fragt sich daher, was diese Initiative für einen Sinn hat. Gewalt kann man nur mit Gewalt bekämpfen. Wer nur hinschaut und dann diskutieren möchte, wird verlieren und wir alle miteinander auch. Traurig. Und besonders traurig, daß sich das Militär und die Polizei für so einen zwecklosen Unsinn hergibt.

P.S.: Dazu paßt, daß man Berufssoldaten die Befähigung, außer Dienst eine Verteidigungswaffe zu tragen, gesetzlich verwehrt. Eine Schande. Man frage dazu die ÖVP, die hat das verbrochen.

P.P.S: Und wie man „tätig“ werden soll, wenn die Staatsmacht den Opfern das geeignete Verteidigungswerkzeug vorenthält, wird nicht verraten.