Politik

Der Waffenpaß des Efgani Dönmetz

Der Waffenpaß des Efgani Dönmetz

 

Herrn Dönmetz habe ich kennengelernt, als ihn die ÖVP hinausgeschmissen hat. Eine geradezu lächerliche Begründung ist dem Herrn Bundeskanzler Kurz dabei eingefallen, bei der eine  typische Polit-Prüderie dieser Schwarz-Türkisen offenbar geworden ist und bei der die Knie der Frau Chebli insofern eine Rolle gespielt haben, als der Kurz dieselben möglicherweise offen gespreizt vor seinem geistigen Auge gesehen hat, bevor er den pharisäerhaften christlichen Bannfluch verhängen mußte.

Dönmetz hat da einen Vortrag beim Akademikerbund gehalten und ich habe ihn in angenehmer Erinnerung als einen gescheiten und gebildeten Politiker, den sich die FPÖ hätte krallen sollen, wozu aber sicher eine politische Klugheit gehört hätte, die derzeit bei der FPÖ nicht zu finden ist.

Aber was anderes: Dönmetz hatte einen Waffenpaß. Hat er nicht mehr. Durch wessen Fürsprache und mit welcher Begründung er diesen erlangt haben mag, weiß ich nicht. Ich weiß aber, daß in der Regentschaft der ÖVP im BMI gar keiner mehr einen solchen bekommen hat, außer besondere Günstlingskinder.

Aber aufgepaßt hat er eben nicht, der damalige Herr ÖVP-Abgeordnete (derzeit parteilos). Wahrscheinlich hat ihn auch keiner aufgeklärt. Er hat erst einmal seine Waffe nach Italien mitgenommen (sicher ohne EU-Feuerwaffenpaß), noch dazu ist in Italien das Kaliber 9mm Para strengstens verboten. Und ich nehme wohl an, daß es eine Glock in diesem Kaliber gewesen sein wird. Hat sie dann im Handschuhfach seines Wagens verwahrt (auch streng verboten) und schließlich hat er sich das Ding stehlen lassen. Das ist zwar nicht verboten (das Stehlen schon), aber die Waffe ist eben weg. Wer sie hat, weiß man nicht. Hoffentlich kein Terrorist. Ist aber auch schon egal. Waffenpaß brauchen die ja keinen.

Konsequent daher, daß Herr Dönmetz seinen Waffenpaß zurückgegeben hat und seither waffenlos ist, wenn man von einem Messer absieht.

Dönmetz hat also zuletzt richtig gehandelt. Er geht jetzt waffenlos durch die Nacht, wie Helene Fischer singt. Meine Wertschätzung hat er weiterhin. Auch ohne Waffe.