Waffenrecht International

Ruhe vor dem Sturm – oder gar Einsicht?

Ruhe vor dem Sturm – oder gar Einsicht?

 

Es passiert derzeit so viel mit dem Messer. Aber Messer kann man ja schwer verbieten, sie liegen einfach so herum, in Besteckladen, in Werkzeugkisten, stecken in den Hosentaschen und kugeln in den Handtaschen herum. Also würden Verbote gar nichts bringen und dort, wo man es versucht, bringen sie tatsächlich nichts. Messermorde - wir lesen das tagtäglich in den Zeitungen und hören es – wenn auch verschämt – im Radio und Fernsehen. Die Medien und die Politiker haben sich aber noch nicht mit solchen Verbotsforderungen lächerlich gemacht, wenn man von einigen vertrottelten Grünen in Tirol und Vorarlberg absieht.

Aber es geschehen ja auch Taten mit Schußwaffen. Jedoch auch hier: keine Verbotsforderungen. Nun könnte man sagen, dafür gibt es ohnehin keinen Raum mehr, die EU hat ja schon ganze Arbeit geleistet. Nun ist aber keine solcher Taten je geschehen, ohne daß man in den Zeitungen oder in der Politik nicht den Ruf nach „strengeren Gesetzen“ oder gar Totalverboten gehört hätte. Auch die Kritik an vermeintlich zu „liberalen“ Waffengesetzen ist immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt worden.

Woran liegt es also? An der Einsicht, an der Vernunft wohl nicht. Denn Medien sind weder vernünftig und gescheiter sind sie auch nicht geworden. Für Politiker gilt dasselbe.

Bleibt nur eines: Man will eine Diskussion zu diesem Thema vermeiden. Man will keine Gegenargumente hören und schon gar nicht das Problem am Tisch haben.

Denn es könnte ja sein, daß man die Frage nach der Notwehr, nach dem verfassungsmäßig garantierten Recht auf Leben, Freiheit und Vermögen und das Recht auf die Verteidigung dieser Rechte nicht hören möchte. Denn die Antworten darauf könnten so manchem nicht passen.