Geschichte

Der Golem und die Corona-Krise

Der Golem und die Corona-Krise

 

Den Golem werden viele nicht mehr kennen. Eine jüdische Sagengestalt, die aus Prag kommt. Gustav Meyrink hat einen Roman über den Golem geschrieben. Auf den Roman beziehe ich mich hier.

Kurz gesagt war der Golem eine aus Lehm verfertigte Figur, als Schabbes-Goi gedacht, die vom Rabbi Löw zum Leben erweckt werden konnte, indem er ihm einen Zettel mit einem Segensspruch in den Mund legte und als er einmal vergaß, dem Monster – denn das war der Golem – diesen Zettel wieder rechtzeitig aus dem Mund zu nehmen, richtete der großen Schaden an, zerstörte viel und konnte nur vom Rabbi gestoppt – das heißt vernichtet werden.

Was ich aber hier berichten will, ist das schändliche Treiben des Prager Augenarztes Dr. Wassory – richtig Wassertrum - , der seinen Patienten Angst einjagte, indem er sie zu einer sinnlosen, teuren Operation am Auge bestimmte, eine Operation, deren Nutzen weder nachweisbar war und die auch nicht reversibel gewesen ist. Dr. Wassory agierte aber geschickt mir den Ängsten der Patienten, die ihm vertrauten und sich vor der von Dr. Wassory drohend in Aussicht gestellten Erblindung fürchteten. Klar, daß der Doktor damit großen Reichtum ansammeln konnte.

In dem Roman ist das eine Nebengeschichte. Für uns aber hat das in dieser Zeit eine ungeheure Bedeutung. Wir erkennen die Ähnlichkeit mit der Gegenwart und mit unseren Ängsten vor einer Krankheit, die uns die „Fachleute“, die „Experten“, denen wir vertrauen, vormachen, uns in Irrtum über die wahren Gefahren führen, die für uns und die Menschheit bevorstehen.

Corona ist der Golem unserer Zeit. Wir haben einen Gesundheitsminister und einen Kanzler, die beide keine Ärzte sind und Experten schon gar nicht, die uns aber über die wahre Natur der Erkrankung in Irrtum führen und uns zum Maskentragen, zum Hausarrest, zum Urlaubsverzicht und zur Arbeitslosigkeit verdammen, ohne daß sich jemand findet, der dem Golem den Zettel aus dem Mund nimmt. Und einen Rabbi Löw haben wir leider auch nicht mehr.