Politik

Ursula Plassnik und die Tschetschenen

Ursula Plassnik und die Tschetschenen

 

Frau Plassnik war einmal eine große Außenministerin in Österreich. Groß von Statur, sonst eher nicht. Beim Unterberger gibt es einen Gastbeitrag über die Tschetschenen, der mir diese Dame wieder in Erinnerung gebracht hat. Man lese das nach, dann erspare ich mir einiges.

Aber mir ist die Plassnik einmal untergekommen und das werde ich nie vergessen. Das war an einem Nationalfeiertag, lange her und meine Kinder waren noch ganz klein. Natürlich haben wir an diesem Tag das Bundesheer besucht (das gab es ja damals noch) und es sind Fähnchen ausgeteilt worden, die meine Kinder abgesammelt haben und sie den herumströmenden Leuten um einen Euro angeboten haben. Natürlich waren diese Fahnen (aus Papier gefertigt) gratis zu haben, aber die Kinder haben sich halt einen Jux gemacht und manche der Menschen haben gelacht und ihnen ein wenig Geld gegeben. Ein Spaß, nicht mehr.

Beim Rathaus ist uns dann die Frau Plassnik entgegengekommen. Die Kinder kannten sie natürlich nicht – woher auch – sie war aber recht unübersehbar. Daher sind die Buben also auf sie zu und haben ihr auch diese Fähnchen angeboten, ich habe das in einiger Entfernung recht interessiert beobachtet. Ich habe angenommen, daß die Frau Außenminister den Spaß verstehen wird und ihnen diese Fahnen „abkaufen“ wird, schon um den Kindern eine Freude zu machen. Als Politiker sollte man so was ausnützen – habe ich gedacht.

Aber nichts da. Die Frau Minister ist vorbei stolziert und daher die beiden keines Blickes gewürdigt. So eine Art Obertanenblick für die Untertanen. Was ich zu den etwas enttäuschten Kindern gesagt habe, weiß ich nicht mehr, hat aber sicher gepaßt.

Man lese also den Gastbeitrag beim Unterberger. Ist von Herbert Schiller und wie es scheint, hat der ein gutes Gedächtnis – gerade so wie ich.

Ich meine aber, daß man die Frau Plassnik vergessen kann und viele andere auch.