Politik

Die Justiz, das Kind und eine Prüfung

Die Justiz, das Kind und eine Prüfung

 

Unsere allseits verehrte Justizministerin ist jetzt in die sogenannte „Babypause“ gegangen. Ich wünsche ihr natürlich alles Gute dazu, versteht sich.

Vertreten wird sie inzwischen von unserem Vizekanzler Werner Kogler, von einem Juristen hohen Grades, wie wir alle wissen, der wird das Schiff schon steuern oder das Kind schon schaukeln, wie man halt so sagt. Ist aber auch schon wurscht, wie man hier sagen könnte, weil bei dieser Regierung kann ja auch nichts mehr schiefgehen.

Was das Kind wird: Mädel oder Bub, weiß ich nicht, weiß vielleicht auch keiner, sie wahrscheinlich schon. Irgendwem wird sie es ja schon gesagt haben. Was ich aber weiß, weil ich ja den Koran eifrig studiert habe, wird das Kind jedenfalls ein Mohammedaner oder eine –rin sein, weil ja alle Geborenen jedenfalls Mohammedaner sind, das kann man ja auch nicht mehr ändern, weil austreten geht ja nicht, nicht einmal in Tuzla. Wissen wir, sonst Kopf ab.

Aber was anderes: Die Juristen sind ja eine Gemeinschaft, in der jeder von jedem alles weiß oder halt das, was wissenswert wäre. Daher erfährt man viel, auch dann, wenn man schon in Pension ist. Und da hat man mir einmal erzählt, daß die Frau Justizministerin bei der Rechtsanwaltsprüfung durchgefallen sein soll.

Gut, macht ja nichts und die Rechtsanwaltsprüfung ist ja keine leichte Prüfung. Da könnte man schon einmal durchfallen, keine Schande. Ich habe ja selber lange Jahre bei der Notariatsprüfung als Prüfer mitgewirkt, weiß das also. Durchgefallen ist mir nur einer, der hatte aber wirklich nichts gelernt sondern spekuliert. Hat nicht funktioniert.

Interessiert hat mich das aber schon, wie das mit der Rechtsanwaltsprüfung der Frau Zadic gewesen ist und habe mir daher den Lebenslauf angeschaut, aber nichts gefunden. Vergessen? Verschwiegen? Oder was?

Ist aber vielleicht auch nicht weiter wichtig, ob sie jetzt eine geprüfte Rechtsanwältin ist oder nicht. Ministerin ist sie ja und das sind ja auch schon ganz andere gewesen.

Jedenfalls werde ich das mit der Prüfung gerne berichtigen, sollte das alles nicht stimmen. Einfaches Schreiben würde ja genügen, liebe Frau Minister. Bringe ich sicher. Auch in der Babypause.