Waffenrecht International

Notwehr in Deutschland

Notwehr in Deutschland

 

Manchmal ist die Notwehr geboten und sogar in Deutschland kennt man das. In Celle hat sich ein Juwelier verteidigt. Zwei Räuber sind tot. Kommt vor, wenn Notwehr geübt wird. Riskant für die Täter. Aber wir wären nicht in Deutschland, würde nicht sofort auch die Frage gestellt werden, ob das Wehren des Überfallenen gerechtfertigt gewesen sei.

Waffenrechtlich war wohl alles in Ordnung, sogar eine Waffenbesitzkarte gab es. Ein Juwelier ist jedenfalls – und das hat man ja auch gesehen - ein gefährdeter Berufsstand.

Alles klar, sollte man meinen. Ich denke aber, daß es gerade in Deutschland nicht so wirklich klar sein wird. Eine Diskussion um den privaten Waffenbesitz wird sich wohl erheben. Und wenn man die Kommentare genau und aufmerksam liest, weiß man bald, in welche Richtung die Diskussionen gehen werden.

Waffenbesitz und Notwehr paßt so gar nicht in die Vorstellungswelt der braven Deutschen und vor allem nicht in die Ideologie der diversen Journalisten. Wehren ist nicht modern, ist nicht mehr zeitgemäß, ist nicht politisch korrekt. Der Deutsche Bürger ist heute zum Dulder erzogen worden. Dulden um zu Büßen heißt die Parole und die Täter wissen das natürlich auch schon längst, sonst wären sie ja gar nicht da. Dulden, Büßen und Zahlen ist das Ideal, das den Deutschen seit ihren Kindesbeinen eingetrichtert wird und da ist für die Notwehr kein wirklicher Platz mehr.

Ob sich die Täter umgewöhnen werden, das ist recht unwahrscheinlich. Ob sie sich daran je gewöhnen werden, daß sich ein Opfer auch einmal wehren könnte, das ist in der Vorstellungswelt der uns Bereichernden gar nicht vorhanden. Und ob sie das je lernen werden, ist äußerst fraglich. Wo bitte, sollten sie denn das lernen?

Mao Tse Tung hat einmal gesagt: „Bestrafe einen, erziehe hundert!“ Ein kriminalpolitisches Grundprinzip. Man könnte das auch so sagen: „Wehrt sich nur einer, werden das endlich auch andere begreifen!“